...gedacht...

Samstag, 21. Juni 2008

Liebe Fußball-EM-Berichterstatter,

Würdet ihr es vielleicht nur einmal in Erwägung ziehen, nicht reflexartig immer gleich den größtmöglichen Quatsch zu verbreiten? Dann müsste ich nämlich vielleicht nicht mehr hören und lesen: sinnfreies Cordoba-Gekreische, als gäbe es zu einer Begegnung nichts anderes zu sagen; das schwer hirnverbrannte lamentieren über Favoriten, Geheimfavoriten und Außenseiter und die reflexartige Umlabelung von Mannschaften nach einzelnen Spielen; dieses gotterbärmliche Faseln von einem wie auch immer gearteten Sommermärchen (oder schlimmer: einem "Wunder von Basel") und überhaupt krampfhafte Vergleiche mit der WM 2006, als Krönung mit der Erkentnis versehen, dass dieses Mal stimmungsmäßig alles ganz anders, aber auch schon irgendwie ähnlich wäre (gern mit latenten großdeutschen Träumen hinsichtlich des nationalen Selbstverständnis in Bezug auf Österreich).

Denn all das geht mir schon ziemlich auf das Scrotum.

EDIT: Fab schrub bereits über den Cordoba-Quatsch, dem Löwen und dem Eifelbruder kann ich aber nicht zustimmen: Die Bregenzer Seebühne ist einer der besten Gründe, einzuschalten. Wenn Johannes B. Kerner den Commandante Bullshit gibt, Jürgen Klopp pöbelt und Urs Meier dazwischen krächzt, ist das in seiner Wahnhaftigkeit tolle Unterhaltung. Hat halt mit Sport nichts zutun. Aber Augen zum gucken und nen Kopf zum analysieren habe ich ja selber.

Dienstag, 17. Juni 2008

Nachgedacht

Sind die Leute, die nach äußerst unterdurchschnittlichen Deutschland-Spielen Auto-Corsos durch deutsche "Großstädte" in südwestlicher Randlage machen eigentlich die selben, die Tags darauf jammern, wie teuer Benzin ist?

Mittwoch, 30. April 2008

...

"Du sagtest: Da ist zuviel Krebs in deiner Familie,
da ist zuviel Angst in deiner Welt".

Es schwillt, es drückt, es birst.

Montag, 7. April 2008

Gedanken zu diesem extrem beschissenen "The passion of christ"-Film

Die nächste Reinkarnation eines Messias (so denn etwas derartiges überhaupt existieren kann und wird) wird in Form eines Autisten, geistig Behinderten oder psychisch Kranken erfolgen. Niemand wird ihn erkennen.

Dienstag, 25. März 2008

Ohne Worte

Mir fehlen in letzter Zeit die Worte. Die Ausdruckskraft ein Schatten ihrer Selbst, der Verstand zu stumpf für kluge Verbindungen, die Kreativität ausgelaugt. Zu wenig Zeit, zu wenig geschrieben, zu viel zensiert unnd für sich behalten, unter dem wenigen Geschriebenen zu viel Schlechtes.

Bis auf weiteres ist hier Pause. Ich muss mich regenerieren.

Donnerstag, 20. März 2008

Kommen. Sehen. Zweifeln.

Es ist 2008 und wir sind immer noch apathisch. George Walker Bush sagt, alles sei cool. Paris Hilton sagt, es sei hot. Ich sage: Nichts. Vorerst. Lieber noch einmal wägen, rückversichern, gegenchecken. Oder erstmal den Abschluss machen, und dann Haus, Baum, Kind. Erste Liebe, zweite Mahnung, dritte Zähne. Hauptsache gesund, und im Reihenhaus ist's gemütlich. Die Prada-Tasche, die Boss-Unterwäsche, der Benetton-Pullover in mauve, olive, flieder - Pastel gegen Probleme. Und jeder millionste Kunde gewinnt ein Leben mit echtem Inhalt, oder zumindest 20% geschmacksverstärkt! Und immer die bangen Gedanken: Macht sich das eigentlich gut im Lebenslauf? Im nächsten Urlaub Schweden oder Neuseeland? Versteht mich mein Partner wirklich? Egal, kann man kitten, fixen, da kleben wir was drüber dran drum, neu lackiert, dann sieht man die Beule gar nicht mehr, wie aus dem Ei gepellt, man, Alter! So jung und geil wie wir jetzt sind bringt uns unser Chirurg wieder zusammen, alle Türen offen, nur die Köpfe zu, Durchmarsch, im Rekordtempo, bloß das Ziel hatten wir noch gar nicht abgesprochen. Möglichkeiten und Chancen, schon beim Frühstücksbrötchen, irgendwie zu viel von allem, irgendwie zu doof zu allem, irgendwie überall dabei. JETZT! Befreiungsschlag now, du bist -bitte hier einfügen-, du kannst, du sollst, für dich ganz allein! Wenigstens noch den Satz zu En... Beim Arzt gewesen, psychosomatisch, Herr Doktor, Herr Doktor, hahahahaha. Ey, die dralle Blonde im Wartezimmer... nee, sagt man nicht, alsowirklichjetztmal. Nelson Mandela war 27 Jahre im Gefängnis, uns hat man die Ketten abgenommen, der Käfig ist jetzt größer und riecht auch besser, Putzhilfe für 2,80 Euro die Stunde. Satan trägt die schönsten Krawatten, und am Sonntag gibts Absolution für Kinderschänder. Und dann wird es persönlich.

Man muss das Glück im Schwitzkasten haben. Sonst prügelt es einem das Nasenbein ins Gehirn. Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit'ren Stunden nur. Enden sind schmutzig, gebären aber Anfänge. Kleine Tode, kleine Magien. Wir machen weiter wie bisher. Vorerst.

Montag, 24. Dezember 2007

Mann mit Bart

Frohe Weihnachten euch allen!

Montag, 17. Dezember 2007

Sag alles ab

Geh einfach weg. Halt die Maschine an und frag nicht nach dem Zweck.

Körper und Geist sind bereits in der Weihnachtspause. Aber es gibt hier eine Menge Pläne für so Einiges... da passiert bald was, bleibt am Ball, auch wenn es hier in letzter Zeit etwas langweilig gewesen sein mag.

Nos vemos pronto.

Du musst dich doch nicht darum bemüh'n, die Bäume werden doch auch von selber grün.

Montag, 26. November 2007

December

Es ist wohl das erste mal in meinem Leben, dass ich ernsthaft so etwas wie Heimweh verspüre. Weniger nach Deutschland, als nach manchen Menschen, oder einem Zuhause, das ich hier nicht gefunden habe und nicht finden werde. Türen und Heizungen vermögen nicht jede Kälte fern zu halten.

Ich freue mich auf meine Familie und die alten Freunde. Auf einen warmen Kamin. Auf die Autofahrten von U. nach E., wo die Straße durch Wälder und Frost-bedeckte Felder führt. Den Duft von Tannengrün und Zimt. Auf all das kleine, heimelige, das mich - klischeehaft beiderseits - mehr als einmal zum Ausbruch trieb. Heute erscheint es mir seltsam erstrebenswert.

Ich beginne den Dezember heute am 26.11. mit George Winstons beeindruckend schönem Album "December", das mich an so vieles aus dem letzten Winter erinnert. Hört man es und blickt auf eine still verschneite Ebene, malen Musik und Natur im Wettkampf miteinander. Hier der erste Titel:



Das dürfte vorerst genug Melancholie sein. Morgen mehr energetisches aus der jüngeren Vergangenheit.

Freitag, 23. November 2007

Das Böse, wo das Gute sein sollte

Es ist einer dieser Artikel, der mich so unfassbar wütend macht, obwohl ich direkt nicht beteiligt bin. Kurzform: Ein sportlicher und fitter Polizist fällt angeblich aus einem 20Kmh schnellen Fahrzeug und stirbt (an Kopfverletzungen). Weil er unangeschnallt mit einem gebrauchten Elllenbogenschoner die Kollegen geneckt haben soll. Er konnte sich nicht rechtzeitig festhalten oder abstützen... In dem Polizebus saßen vier Leute außer dem Angeklagten... keiner kann den TatUnfallhergang genau beschreiben, keiner konnte dem sportlichen Kollegen bei 20Kmh/h helfen... alle Aussagen zum TatUnfallhergang klingen verdächtig gleich... das Protokoll ist schlampig und unvollständig. Und wer hier immernoch keine Ungereimtheiten sieht...

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