...gehört...

Dienstag, 25. März 2008

Scherbengericht

Ich brauche manchmal länger. Für Rage Against The Machine musste ich erst 15 werden, für Iron Maiden und Slayer 18, für Tocotronic fast 20. Viele dieser typischen Jugendbands habe ich in ihrer Hochphase verpasst und erst richtig erspürt, als ich eigentlich schon zu alt für sie war. Oder eben gerade alt genug.

Und jetzt höre ich Ton, Steine, Scherben. Bewusst. Rio Reiser fand ich immer gut, kannte manchen Scherben-Klassiker, aber was auf den Alben der Scherben zu finden ist, könnte (die Klassik mal abgezogen) die mächstigste, aufrichtigste, herzblutigste Musik sein, die in Deutschland je entstanden ist. Neben den (ironischen) Kampf- und Protestliedern wie dem "Rauch-Haus-Song" oder "Keine Macht für Niemand" finden sich da diese sensible getexteten und instrumentierten Songs voller Sehnsucht nach Freiheit, Glück und Gerechtigkeit fernab des politischen Kontextes: "Der Traum ist aus", "Wenn die Nacht am Tiefsten...", "Mein Name ist Mensch" oder "Halt dich an deiner Liebe fest" - Hymnen für die Ewigkeit, voller unbändiger Kraft.

Wer verstehen will, was beispielsweise Wir Sind Helden da eigentlich mit ihrer Musik tun, sollte auch die Scherben gehört haben. Nur ein guter Grund unter dutzenden.

Dienstag, 3. April 2007

Limbo Messiah, ihr Fotzen!!!

Limbo-MessiahIch werd noch verrückt, ich habe eine GÄNSEHAUT von diesem neuen Beatsteaks-Album! Wie kann etwas bloß so mitreißend gut, so enthusiastisch, so energiegeladen, so ehrlich begeistert sein? Aktuell find ich "Demons Galore" knapp vor "Soljanka" am geilsten, beides solche hypermelodiösen Überstücke! Ich krieg mich grad gar nicht mehr ein, das ist doch der O! BER! HAM! MER! Und nochmal! Und dann nochmal! Und dann nochmal!!! SCHEISS AUF UNDERSTATEMENT!!! FÜNF AUSRUFEZEICHEN!!!!!

Dienstag, 28. November 2006

Nimm das!

Ich wehre mich keine Sekunde länger dagegen, es ist nicht wegzureden, man muss es so hinnehmen, aller möglichen Peinlichkeit zum Trotz: Die aktuelle Take That-Single "Patience" ist sowas von gut! Da stimmmt alles, ein perfekter Popsong. Da begibt sich der gute Robbie Williams auf den absteigenden Ast, und schon sind seine alten Weggefährten aus der Versenkung zurück und zeigen dem Pop-Entertainer unserer Generation, wie mans macht.

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Samstag, 25. November 2006

Es gibt Rice

Damien-RiceDer unvergleichliche, phänomenale, göttliche Damien Rice hat sein zweites Album "9" veröffentlicht. Und schon mit dem ersten Song bekomme ich eine Gänsehaut wie selten. Ganz großes Gefühls-Kino. James Blunt kann kacken gehn.

Mittwoch, 20. September 2006

Die Überschrift, die einem suggerieren soll, im Text ginge es um Adam Green

B000H7ZZYM-03-MZZZZZZZBen liebt Anna. Dennis liebt Ben. Ich weiß wirklich nicht, warum ich Ben Kweller's drittes Album "Ben Kweller" so gut finde. Es ist ja nicht so, das es seit langem das beste Indie-Pop Album gewesen wäre, das ich gehört habe. Oder das es wohlmöglich direkte, schnörkellose Songtexte in liebevoll instrumentierte musikalische Kleinode verpackt. Oder sogar noch das Beste aus Singer/Songwriter, Pop, Folk und Indie nimmt und zusammenwirft. Oder am Ende noch einfach nur sehr schöne Musik ist, nein nein.

Wie gesagt, keine Ahnung, warum ich dieses Album so klasse finde.

Donnerstag, 17. August 2006

Dende

Ich muss an dieser Stelle nochmal ganz dringend Werbung für Dendemann und sein kommendes Album "Die Pfütze des Eisbergs" (VÖ: 01.09.) machen. Das ist Wortwitz, das ist Power, das ist Style, das ist intelligenter Rap! Wer immer noch nen Beweis braucht, hier das aktuelle Video zur Single "3 1/2 Minuten" (der ruhigste Track der Platte als erste Single, mutig):

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Und wer jetzt immer noch nicht versteht, warum Dendemann nicht nur ein extrem guter Rapper, sondern auch ein witziger Typ mit Sinn für Ironie ist, der sollte mal einen Blick hierdrauf werfen...

Dienstag, 18. Juli 2006

Folk-sonomy

greggraffinIch liebe Bad Religion. Schon immer. Größtmögliche Härte des Hardcore Punk verschmolzen mit der größtmöglichen Melodiösität. 1995 wars der "Punk Rock Song", der mich musikalisch in solidere Bahnen lenkte. Seitdem bewunderte ich immer die unrockstarartige Weise, mit der Gref Graffin (Frontman von Bad Religion) Rockstar war. Kredibil, unprätentiös, immer mit dem erhobenen Zeigefinger des väterlichen Mahners erklärte er mir Punkrock und die Welt auf eine Weise, die Spaß macht.

Seit kurzem gibt es sein zweites Soloalbum "Cold As The Clay" zu kaufen. Es ist eine klassisches Singer/Songwriter-Abum mit Einflüssen aus Country, Gospel und Folk; allesamt laut Graffin seine Einflüsse für das Songschreiben bei Bad Religion. Und beim Hören der Eigen- und Fremdkompositionen (die allesamt von den Weakerthans als Backing-Band sparsam instrumentiert wurden) erkennt man tatsächlich manche Hookline oder Gesangslinie, die mit mehr Stromgitarre wohl ein amtlicher Bad Religion-Hit wäre. Genres, die nicht verwandt erscheinen wirken (Punk und Country) plötzlich organisch verbunden, nur durch das Talent des meisters, mit seiner Stimme und seinen Texten Atmosphäre zu erzeugen. Ein schönes Album, reinhören!

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