Dienstag, 11. Dezember 2007

Leid-Medium Spiegel

Mit dem üblichen Madrid-bedingten Delay bemerke ich nun, dass sich die Mitarbeiter der Spiegel Mitarbeiter Kg offenbar für Claus Kleber als Nachfolger im Amt des Spiegel-Chefredakteurs entschieden haben; dessen Zusage steht derweil noch aus.

Ich persönlich bin mir unsicher, wie der Fernsehmacher Kleber sich in den Spiegel einfügen soll. Er wird sich einarbeiten müssen, in das Medium, ebenso in den Spiegel als Machtgeflecht. Vor allem aber seine kompromisslose Amerikaleidenschaft und die kühle Neutralität, mit er ich Kleber als Anchorman erlebt habe, machen mich skeptisch. Kleber, der meinungsfreie "ehrliche Makler" nun als Meinungsmacher? So fragwürdig die polemische, egozentrische Art Austs war, mit der er den Spiegel geführt hat, so dünn manche Titel ihm gerieten; mit seinem Stil dürfte er dem eines Claus Kleber um Längen überlegen sein.

So oder so: Die Spiegel Mitarbeiter KG dürfte diese Personalentschiedung eher früher als später bereuen; die notwendige Trendwende nach links, weg von FAZ und BILD Zeitung wird man mit einem neoliberalen Amerika-Fan an der Spitze nicht schaffen. So wird es vorerst nichts mit dem Wechsel vom Leid- zum Leitmedium.

Das Thema in Blogs
Der Spiegelfechter über die Personalie Kleber
Thomas Knüwer über mögliche Hintergründe der Entscheidung der Spiegel Mitarbeiter KG
Das Zeitschriftenblog meldet das Thea nur kurz
Im Tazblog wird Spaß gemacht
Peter Turi verlinkt erneut fleißig zu dem Thema
Die readers edition mit guter Recherche
Stefan Niggemeier lässt sich auch zu dem Thema aus
Die Welt Online in ihrem Blog

Das Thema bei den üblichen Verdächtigen
Netzeitung
sueddeutsche.de
stern.de
Financial Times Deutschland
bild.de
taz.de

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