Sonntag, 20. November 2005

Das Web (1.0) ist tot - Es lebe das Web (2.0)!

Was ist das "Web 2.0"? Tim O'Reilly weiß auf fünf Bildschirmseiten Rat und präsentiert seine Version. Sieben charakteristische Punkte bietet er an, aus denen man mehrere Hauptmotive herauslesen kann: Da ist die Rede von kollektiver Intelligenz, dem User als Co-Entwickler, User-gestalteten Datenbeständen und User-Selbsthilfe. Partizipation als wichtiges Merkmal des Web 2.0.
Außerdem geht es um Öffnung von Diensten und Anwendungen für die User, Open Source, der Weg weg vom starren, lizensierten Software Paket hin zum "some rights reserved".

Tim O'Reilly spricht von einer Weiterentwicklung von einem Web 1.0 zu einem Web 2.0 und stützt diese Argumentation auf das Miteinander von technischen Innovationen und Partizipation der User am Web. Ich vertrete die Sichtweise, die Prof. Oliver Wrede in seinem Blog äußert: Das Web bis zum heutigen Zeitpunkt war nur die Beta-Phase, die Version 0.x, das Web 2.0 von O'Reilly ist das Web, wie es immer sein sollte, das Web 1.0. Da O'Reilly keinen markanten Meilenstein oder Bruch benennt, der den Eintritt ins neue Web 2.0 deutlich markiert, sondern dafür nicht datierbare Entwicklungen anführt, halte ich Prof. Wrede's Idee für weitaus plausibler.

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Doc_Snuggles - 23. Nov, 14:47

Weiß nicht...

Also wenn das "Web 2.0" wirklich das Web ist, wie es mal gedacht war, dann spiele ich lieber wieder mit meinem C64. Bis jetzt scheint mir das Web 2.0 eher wie ein Businessmodell - "some rights reserved" klingt gut, aber Amazon zum Beispiel trägt alle (!) Rechte an meinem Bookreview....

freshjive - 23. Nov, 14:59

FInde das Posting von Wrede auch sehr spannend. Den sollten wir versuchen als Experten zu gewinnen. Wie er es in seinem Posting schreibt ist vieles im Sinne der Definition schon Web 2.0 ohne dass wir es unbedingt merken. Im Prinzip ist SMS-Schreiben und sich darüber koordinieren und verabreden ja auch eine Form von "Web 2.0" bzw. Social Software oder besser Social Technology... Die Technik bringt Menschen, Interessen, Diskussionen zusammen, die sonst nicht oder nur umständlich umsetzbar wären.

Sandmann1202 - 23. Nov, 21:04

Wer legt denn fest, wie das "Web zu sein hat"? Für mich prägen die Nutzer das Web. Vor 20 Jahren waren die Möglichkeiten der Nutzer an der Entwicklung des Webs mitzuarbeiten nicht so ausgeprägt wie sie es heute dank neuer Softwarelösungen sind. Von daher hat für mich auch weniger eine Veränderung des Webs statt gefunden als eine Veränderung in der Software, die Nutzern zur Kollaboration zur Verfügung steht.


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